Geschichte der Ortsteile
07.12.2005, 11:47 Uhr | WANDLITZ.
 
Ortsteil Klosterfelde
Klosterfelde erstreckt sich in Nord-Südrichtung entlang der heutigen B 109 und hat heute den Charakter eines typischen Straßendorfes. Seine Ursprünge liegen aber um den Dorfanger, der bis um 1600 umbaut wurde.
WANDLITZ. - Erste Erwähnung fand der Ort im Jahre 1242, als das Dorf durch einen Tauschvertrag zwischen den Markgrafen Johannes I. und Otto III. und dem Kloster Lehnin an das Kloster fällt. Vermutet wird, daß die Gründung von „Closterveld“ mit der deutschen Besiedlung des Raumes zwischen Elbe und Oder erfolgte. Im Landbuch Kaiser Karl des IV. wird unter der Jahreszahl 1375 erwähnt, daß der Districtus Berlin „um das lehninsche Gebiet um Closterveld“ erweitert“ wurde. Wahrzeichen Klosterfeldes ist die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche. Ursprünglich als rechteckiger Feldsteinbau mit eingezogenem quadratischen Chor errichtet, erfolgte ende des 15., Anfang des 16. Jahrhunderts eine Verlängerung nach Osten mit halbrundem Abschluß. 1742 fand ein barocker Umbau der Kirche statt, dabei wurde auch der zweigeschossige Westturm mit Putzgliederung (Lisenen) und Haube errichtet. Der Granitbau weist einen reich verzierten Altar von 1719 auf.
Der noch heute erkennbare Dorfanger wurde bis um 1600 umbaut. Um 1700 wohnten rund 250 Menschen in Klosterfelde. Bis zum Jahr 1800 verdoppelte sich die Zahl der Einwohner. Obwohl die bäuerliche Prägung des Ortes noch lange Zeit erhalten blieb, nahmen schon damals viele Mädchen des Ortes Stellungen als Dienstmädchen in Berlin an. Für die Industrie wurde der Ort durch die Bahnlinie von Berlin nach Groß Schönebeck interessant. 1878 zog der spätere Küchenmöbelfabrikant Lois Bergemann nach Klosterfelde und begründete hier einen über Jahrzehnte florierenden Großbetrieb. Zu DDR-Zeiten war das Holzverarbeitungswerk größter Arbeitgeber der Region.
Eine besondere Attraktion bietet Klosterfelde mit dem Artistenmuseum.
aktualisiert von Hartmut Raetzer, 03.01.2006, 17:23 Uhr

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